Strömungspumpen im Salzwasseraquarium

Tipps und Informationen zu Strömungspumpen

Meerwasseraquarium mit Strömung

Meerwasseraquarium mit Strömung

Heute beginnen wir auch auf die Technik in einem Salzwasseraquarium näher Einzugehen. Mit einer Strömungspumpe kann man in seinem Salzwasseraquarium für die nötige Bewegung im Becken sorgen. Denn im Gegensatz zu den Fischen können die sessilen Wirbellosen, wie Korallen oder Anemonen beispielsweise, ihrer Nahrung nicht hinterher schwimmen und müssen deshalb ausreichend mit sauerstoff- und nährstoffhaltigem Wasser versorgt werden. Des Weiteren sind die Meeresbewohner evolutionsbedingt eine permanente Strömung gewohnt und würden sich sonst einfach nicht wohlfühlen im Aquarium. Die Installation einer entsprechenden Pumpe ist also unumgänglich für ein intaktes Meerwasseraquarium. Doch worauf sollte man beim Kauf und der täglichen Anwendung achten?

Arten von Strömungspumpen

Die Leistung der ungeregelten Motorpumpen wird nicht über die Drehzahl, sonder allein durch die Form und Größe der Ein- und Ausströmöffnungen reguliert. Diese dürfen nicht über Schaltuhren permanent ein- und ausgeschaltet werden, da sonst deren Antriebseinheiten zerstört werden. Außerdem handelt es sich hierbei oft um sogenannte Nassläufer, die nicht außerhalb des Wassers betrieben werden dürfen. Regelbare Motorpumpen sind zwar etwas teurer, ermöglichen jedoch eine ständig wechselnde Strömung, was den natürlichen Bedingungen der Lebewesen im Aquarium wesentlich am nähsten kommt. Über Steuerungsmodule können bei einigen Modellen sogar bestimmte Strömungsabläufe programmiert werden.

Wie viele Pumpen sind nötig?

Auf diese Frage gibt es keine allgemein geltende Antwort. Eine Faustregel besagt jedoch, dass pro Stunde mindestens das 10-Fache des Beckenvolumens umgewälzt werden muss. Hierbei kann bei viel Inventar im Aquarium unter Umständen mehr als das 20-Fache nötig sein, um „Gammelecken“ zu vermeiden. Oftmals bietet sich die sogenannte Ringströmung an. Hierfür müssen zwei Pumpen in entgegengesetzten Ecken des Aquariums montiert werden und deren Strömungsrichtungen in die entgegengesetzte Richtung verlaufen. Alternativ können auch zwei Pumpen von den hinteren Ecken auf die Mitte der Frontscheibe ausgerichtet werden. Um eine gleichmäßige Durchströmung zu erhalten, muss auf jeden Fall ein wenig ausprobiert werden.

Was gilt es weiterhin zu beachten?

Beim Kauf der Strömungspumpe muss unbedingt darauf geachtet werden, dass ausschließlich meerwassertaugliche Teile verbaut worden sind. Außerdem sollte die Austrittsöffnung der Pumpe möglichst breit sein, damit keine am Rand auftretenden Scherkräfte empfindliche Arten schädigen können. Natürlich spielt ebenso der Stromverbrauch eine entscheidende Rolle, denn dort gibt es bei gleicher Leistung erhebliche Unterschiede. Die modernen Strömungspumpen sind sehr wartungsarm, sodass sie lediglich 1- bis 2-mal pro Jahr komplett gereinigt werden müssen, wobei der Ansaugbereich jedoch öfter von Schmutz befreit werden muss. Werden in regelmäßigen Abständen kleine „Wolken“ von feinen Luftbläschen erzeugt oder sollte sich die Lautstärke im Betrieb erhöhen, muss die Pumpe entweder gereinigt oder die Läufergruppen sogar ausgetauscht werden.

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